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„Schließe mir die Augen beide“ von Theodor Storm
Dieses zarte Gedicht spricht von einer geliebten Hand, unter der aller Schmerz zur Ruhe kommt. Es erzählt von einer Nähe, die selbst über den Abschied hinaus trägt – und davon, wie sehr ein einziger Mensch ein ganzes Herz erfüllen kann.
Schließe mir die Augen beide
mit den lieben Händen zu!
Geht doch alles, was ich leide,
unter deiner Hand zur Ruh.
Und wie leise sich der Schmerz
Well’ um Welle schlafen leget,
wie der letzte Schlag sich reget,
füllest du mein ganzes Herz.
Theodor Storm, „Schließe mir die Augen beide“ – gemeinfrei.
Vielleicht spürst du beim Lesen, dass die Liebe nicht endet, nur weil ein Mensch gegangen ist. Sie füllt dein Herz weiter – auf eine neue, leisere Weise.
Angel Reminder