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Hilfe annehmen ist erlaubt
Manche tragen ihre Trauer im Stillen, weil sie glauben, sie müssten das allein schaffen. Doch sich Unterstützung zu holen ist kein Versagen. Es ist ein Zeichen von Stärke, sich zuzugestehen: Ich muss das nicht alleine tragen.
Es gibt Menschen, deren Aufgabe es ist, dich in der Trauer zu begleiten. Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter hören zu, ohne zu drängen. Dein Hausarzt oder deine Hausärztin ist eine gute erste Anlaufstelle, wenn dir Schlaf, Appetit oder Kraft über längere Zeit fehlen. Seelsorgerinnen und Seelsorger sind für jeden da – ganz gleich, ob du gläubig bist oder nicht. Und in Trauergruppen begegnest du Menschen, die Ähnliches durchleben und die verstehen, ohne dass du viel erklären musst.
Du musst dafür nicht „stark genug zusammengebrochen“ sein. Hilfe darf man auch annehmen, bevor man am Ende ist. Manchmal reicht ein einziges Gespräch, um wieder etwas Luft zu bekommen.
Besonders ratsam ist Unterstützung, wenn die Verzweiflung nicht abebbt, sondern dich über Wochen und Monate immer tiefer zieht. Wenn du dich vollkommen abschneidest von allem. Wenn der Alltag gar nicht mehr geht. Oder wenn der Gedanke kommt, selbst nicht mehr leben zu wollen. Dann such dir bitte Hilfe – sofort und ohne Scham. In solchen Momenten ist es das Mutigste, was du tun kannst.
Wende dich dafür an deine Hausarztpraxis, eine Beratungsstelle in deiner Nähe oder eine Telefonseelsorge. Du musst den Weg nicht alleine kennen – es reicht, dass du ihn nicht alleine gehst.
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