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Körper und Schlaf in der Trauer
Trauer lebt nicht nur in deinen Gedanken. Sie geht durch den ganzen Körper. Vielleicht liegst du nachts wach und findest keinen Schlaf, vielleicht bist du tagsüber so erschöpft, dass jede Bewegung schwerfällt. Beides kann sich abwechseln, manchmal innerhalb eines Tages.
Vielleicht spürst du keinen Hunger, vergisst zu essen, oder dein Magen verschließt sich. Vielleicht ist da eine Unruhe, die dich nicht sitzen lässt – oder ein echter Schmerz in der Brust, im Hals, in den Schultern. Das alles ist normal. Dein Körper trägt mit, was dir widerfahren ist.
Du musst dagegen nichts „richtig“ machen. Was hier steht, ist kein Plan, den du abarbeiten sollst, sondern nur ein paar leise Angebote – nimm, was dir guttut, und lass den Rest liegen.
Trink ab und zu ein Glas Wasser, auch wenn du keinen Durst spürst. Stell es dir einfach in Sichtweite.
Geh, wenn es geht, für ein paar Minuten an die frische Luft. Nicht als Spaziergang mit Ziel – nur ein bisschen Himmel, ein bisschen Atem.
Iss kleine Dinge, wenn große Mahlzeiten zu viel sind. Ein Stück Brot, etwas Obst, ein paar Löffel Suppe. Es muss nicht viel sein.
Und wenn die Erschöpfung oder die Schlaflosigkeit über lange Zeit nicht weichen, dann ist es völlig in Ordnung, dir ärztliche Hilfe zu holen. Beim Hausarzt darüber zu sprechen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine Form, gut für dich zu sorgen.
Sei sanft mit deinem Körper. Er hält gerade sehr viel aus – ganz von selbst.
Angel Reminder