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Notfallkarte im Portemonnaie: Welche Infos lebensrettend sein können

Lesezeit ca. 5 Min. · Für Vorsorgende

Eine Notfallkarte ist eine kleine Karte im Portemonnaie, auf der deine wichtigsten medizinischen Angaben und ein Notfallkontakt stehen – damit Rettungskräfte dich auch dann richtig versorgen können, wenn du nicht ansprechbar bist. Sie hält fest, wen man im Notfall erreicht, welche Allergien und Vorerkrankungen du hast und welche Medikamente du nimmst.

Kurz gesagt: Eine gut gemachte Notfallkarte liefert in Sekunden die Infos, die im Ernstfall zählen.

Was auf eine Notfallkarte gehört

Eine Notfallkarte sollte knapp und sofort lesbar sein. Diese Angaben sind im Ernstfall am wichtigsten:

Verzichte auf sensible Daten, die nichts mit der akuten Versorgung zu tun haben. Es geht nur um das, was Rettungskräften hilft.

Wie du eine Notfallkarte erstellst

Du brauchst dafür weder ein Formular noch eine App. So gehst du vor:

  1. Notiere die oben genannten Angaben kurz und gut lesbar.
  2. Bring sie in Visitenkartengröße: handschriftlich, gedruckt oder laminiert.
  3. Stecke die Karte gut sichtbar ins Portemonnaie, am besten neben die EC- oder Versicherungskarte.
  4. Aktualisiere sie nach jeder Änderung deiner Medikamente und prüfe sie ein- bis zweimal im Jahr.

Eine Notfallkarte ist Teil einer guten persönlichen Vorsorge. Wie du das Ganze strukturiert angehst, zeigt dir unser Vorsorge-Leitfaden.

Warum eine Notfallkarte hilft

Bei einem Unfall oder einem medizinischen Notfall bist du häufig nicht in der Lage, selbst Auskunft zu geben. Rettungskräfte durchsuchen routinemäßig das Portemonnaie nach Ausweis und Versichertenkarte – eine Notfallkarte fällt dabei sofort auf. Sie verrät, ob du etwa auf ein bestimmtes Medikament allergisch reagierst, und über den Notfallkontakt erreichen die Helfer deine Angehörigen. Gerade unterwegs oder im Ausland kann das entscheidend sein.

Hinweis: Allgemeine Information, keine medizinische oder rechtliche Beratung. Für verbindliche Auskünfte wende dich an deine Ärztin/deinen Arzt oder die zuständige Stelle.

Häufige Fragen

Was gehört auf eine Notfallkarte?

Auf eine Notfallkarte gehören mindestens ein Notfallkontakt (ICE) mit Name und Telefonnummer, bekannte Allergien, regelmäßig eingenommene Medikamente sowie wichtige Vorerkrankungen wie Diabetes oder Herzleiden. Sinnvoll sind außerdem deine Blutgruppe, falls bekannt, und ein Hinweis darauf, ob eine Patientenverfügung existiert und ob du der Organspende zustimmst.

Wofür steht ICE auf einer Notfallkarte?

ICE steht für „In Case of Emergency“, also „Im Notfall“. Es bezeichnet die Kontaktperson, die Rettungskräfte oder Klinikpersonal benachrichtigen sollen, wenn dir etwas zustößt. Notiere Name, Beziehung und Telefonnummer dieser Person gut lesbar auf der Karte und sprich vorher mit ihr ab, dass sie diese Rolle übernimmt.

Warum ist eine Notfallkarte sinnvoll?

Eine Notfallkarte hilft, weil du im Ernstfall vielleicht nicht ansprechbar bist. Rettungskräfte finden so schnell deine Allergien, Medikamente und Vorerkrankungen und können Behandlungsfehler vermeiden. Gleichzeitig erreichen sie über den Notfallkontakt deine Angehörigen. Gerade bei einem Unfall im Ausland oder bei Bewusstlosigkeit können diese Sekunden wichtig sein.

Wie erstelle ich eine Notfallkarte?

Schreibe oder drucke deine Notfalldaten in Visitenkartengröße: Notfallkontakt, Allergien, Medikamente, Vorerkrankungen und einen Hinweis auf Patientenverfügung oder Organspende. Stecke die Karte gut sichtbar ins Portemonnaie, etwa zur EC-Karte. Prüfe sie ein- bis zweimal im Jahr und nach jeder Änderung deiner Medikamente, damit die Angaben aktuell bleiben.

Weiterführend: Patientenverfügung · Digitaler Organspendeausweis

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