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„Mondnacht“ von Joseph von Eichendorff
Es gibt Nächte in der Trauer, in denen alles ganz still wird. Eichendorffs „Mondnacht“ fängt diese Stille ein. Am Ende spannt die Seele ihre Flügel aus und fliegt nach Haus – ein Bild, das vielen Menschen Trost gibt, wenn sie an einen geliebten Menschen denken.
Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst.
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.
Joseph von Eichendorff, „Mondnacht“ – gemeinfrei.
Vielleicht darfst du heute Nacht einfach nur diese letzte Zeile mitnehmen: als flöge sie nach Haus. Ein leiser Gedanke, dass Heimkommen möglich ist.
Angel Reminder