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Social-Media-Konten nach dem Tod: Facebook, Instagram & LinkedIn regeln

Lesezeit ca. 6 Min. · Für Vorsorgende und Angehörige

Social Media nach dem Tod zu regeln bedeutet, die Profile einer verstorbenen Person in einen Gedenkzustand zu versetzen, sie zu löschen oder von einem Nachlasskontakt verwalten zu lassen. Jede Plattform hat dafür eigene Wege – und du kannst zu Lebzeiten festlegen, was mit deinen Konten geschehen soll.

Kurz gesagt: So regelst du Social-Media-Konten im Todesfall – für andere und für dich selbst.

Facebook: Gedenkzustand oder Löschung

Facebook bietet zwei Wege. Im Gedenkzustand bleibt das Profil als Erinnerungsseite bestehen: Über dem Namen erscheint „In Erinnerung an", Freunde können dort posten, das Konto taucht aber nicht mehr in Vorschlägen oder Erinnerungen auf. Alternativ lässt sich das Konto vollständig löschen.

Den Gedenkzustand beantragen Angehörige über das Facebook-Hilfecenter mit einem Todesnachweis. Hast du zu Lebzeiten einen Nachlasskontakt benannt, kann diese Person die Erinnerungsseite eingeschränkt verwalten – etwa ein Beitrags-Bild ändern oder Freundschaftsanfragen annehmen. Lesen kann sie deine privaten Nachrichten nicht.

Instagram: Gedenkzustand oder Konto entfernen

Instagram (wie Facebook von Meta) kennt ebenfalls einen Gedenkzustand: Das Profil bleibt sichtbar, Beiträge bleiben erhalten, es lassen sich aber keine Änderungen mehr vornehmen. Für den Gedenkzustand genügt oft ein Nachweis des Todes, zum Beispiel ein Link zu einem Nachruf.

Soll das Konto verschwinden, beantragst du die Löschung über das Hilfecenter. Dafür verlangt Instagram in der Regel eine Sterbeurkunde sowie einen Nachweis, dass du ein naher Angehöriger bist.

LinkedIn: Profil schliessen lassen

Bei LinkedIn geht es meist ums berufliche Andenken. Einen dauerhaften Gedenkzustand wie bei Facebook gibt es nicht. Über ein eigenes Formular kannst du das Profil einer verstorbenen Person melden und schliessen lassen. Du gibst Name, Profil-Link und Angaben zum Todesfall an, in der Regel mit einem Beleg wie einem Nachruf.

Was Angehörige tun können

Mehr zu den ersten Schritten findest du im Ratgeber E-Mail-Konto nach dem Tod – das E-Mail-Postfach ist oft der Schlüssel, weil viele Konten daran hängen.

Was du selbst vorbereiten kannst

Du musst die Entscheidung nicht deinen Angehörigen überlassen. Bei Facebook und Instagram kannst du in den Konto-Einstellungen einen Nachlasskontakt benennen und zugleich festlegen, ob dein Konto im Todesfall in den Gedenkzustand versetzt oder dauerhaft gelöscht werden soll. Das dauert wenige Minuten und nimmt deinen Hinterbliebenen eine schwierige Entscheidung ab.

Genauso wichtig: Hinterlege eine Übersicht, welche Profile es überhaupt gibt und was damit geschehen soll. Bei Angel Reminder notierst du bewusst nur das dass & wo, nie das Passwort – das Prinzip aus dem digitalen Nachlass. So findet deine Vertrauensperson schnell, was zu regeln ist, ohne dass deine Zugangsdaten irgendwo ungeschützt liegen.

Häufige Fragen

Was passiert mit dem Facebook-Konto nach dem Tod?

Das Facebook-Konto kann in den Gedenkzustand versetzt oder gelöscht werden. Im Gedenkzustand bleibt das Profil als Erinnerungsseite sichtbar, ein Nachlasskontakt kann es eingeschränkt verwalten. Angehörige beantragen den Gedenkzustand mit einem Todesnachweis über das Facebook-Hilfecenter. Hast du zu Lebzeiten einen Nachlasskontakt benannt, läuft das deutlich einfacher.

Wie melde ich ein Instagram-Konto nach dem Tod?

Über das Instagram-Hilfecenter kannst du ein Konto in den Gedenkzustand versetzen lassen oder dessen Löschung beantragen. Für den Gedenkzustand genügt oft ein Nachweis des Todes, etwa ein Link zum Nachruf. Für die Löschung benötigt Instagram in der Regel die Sterbeurkunde und einen Nachweis deiner Verwandtschaft.

Kann ich ein LinkedIn-Profil eines Verstorbenen schliessen lassen?

Ja. LinkedIn bietet ein Formular, über das du das Profil einer verstorbenen Person melden und schliessen lassen kannst. Du gibst Name, Profil-Link und Angaben zum Todesfall an, meist mit Beleg wie einem Nachruf. Einen dauerhaften Gedenkzustand wie bei Facebook gibt es bei LinkedIn nicht.

Wie kann ich selbst vorsorgen, was mit meinen Konten passiert?

Setze bei Facebook und Instagram einen Nachlasskontakt und entscheide, ob dein Konto im Todesfall in den Gedenkzustand soll oder gelöscht wird. Hinterlege ausserdem eine Übersicht, welche Profile es gibt und was damit geschehen soll – nicht die Passwörter, sondern dass und wo. So müssen deine Angehörigen nicht raten.

Weiterführend: Digitaler Nachlass · E-Mail-Konto nach dem Tod

Hinweis: Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Die Verfahren der Plattformen ändern sich; prüfe im Ernstfall die aktuellen Angaben im jeweiligen Hilfecenter.

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