Schweizer Unternehmen DSGVO-konform Server in Deutschland
Angel Reminder Logo Angel Reminder

StartRatgeber › Krypto-Assets vererben

Krypto-Assets vererben: Bitcoin & Co. rechtssicher weitergeben

Lesezeit ca. 6 Min. · Für Vorsorgende

Krypto vererben bedeutet, den Zugang zu deinen Bitcoin, Ether und anderen Coins so vorzubereiten, dass deine Erben sie im Ernstfall erreichen – denn ohne Seed-Phrase oder Wallet-Passwort ist Krypto unwiederbringlich verloren. Anders als bei einem Bankkonto kann hier niemand den Zugang zurücksetzen, weshalb die Vorbereitung über einen sicheren, versiegelten Notfallzugang läuft.

Kurz gesagt: So stellst du sicher, dass deine Krypto-Assets nicht mit dir verloren gehen.

Warum Krypto ohne Vorbereitung verloren geht

Bei selbstverwahrten Krypto-Assets gibt es keine zentrale Stelle, die im Todesfall hilft. Wer die Seed-Phrase (die 12 oder 24 Wörter zur Wiederherstellung) oder das Wallet-Passwort nicht kennt, kommt nicht an die Coins – egal ob Erbe, Anwalt oder Anbieter. Schätzungen zufolge sind so bereits riesige Summen für immer eingefroren. Vorsorge heißt darum: den Zugang auffindbar machen, ohne ihn zu gefährden.

Wallet-Typen – und wie der Zugang funktioniert

Wie du vererbst, hängt davon ab, wo deine Coins liegen. Drei Grundtypen:

Wallet-Typ Wo der Zugang liegt Was Erben brauchen
Hardware-Wallet Physisches Gerät + Seed-Phrase Gerät, PIN und vor allem die Seed-Phrase
Exchange / Börse Online-Konto beim Anbieter Login-Zugang; Anbieter verlangt oft Nachlassnachweis
Software-Wallet App auf Handy oder PC + Seed-Phrase Geräte-Zugang und/oder die Seed-Phrase

Bei einer Exchange existiert immerhin ein Anbieter, der nach einem Erbnachweis Zugang gewähren kann. Bei Hardware- und Software-Wallets liegt alles in deiner Hand: Ohne Seed-Phrase ist nichts zu machen.

So gibst du den Zugang sicher weiter

Die Kunst ist, die Seed-Phrase auffindbar zu machen, ohne sie ungeschützt herumliegen zu lassen. Bewährt haben sich:

Das Prinzip: „dass & wo", nie das Passwort

Bei Angel Reminder hinterlegst du bewusst nicht deine Seed-Phrase, sondern nur, dass Krypto-Vermögen existiert und wo der Zugang geregelt ist – etwa „Hardware-Wallet im Tresor, Seed im versiegelten Brief beim Notar" oder „Konto bei Börse XY". Selbst wenn dieser Hinweis in falsche Hände gerät, ist damit allein kein Wallet offen. Den eigentlichen Zugang regeln deine Hinterbliebenen später über den versiegelten Ort. Dasselbe Vorgehen empfehlen wir auch beim Thema Passwörter vererben.

Steuern & Recht – kurz eingeordnet

Krypto-Assets zählen zum Nachlass und gehen rechtlich auf die Erben über; in der Regel fallen sie unter die Erbschaftssteuer wie anderes Vermögen. Wie viel anfällt, hängt von Wohnsitzland, Verwandtschaftsgrad und Freibeträgen ab – Deutschland und die Schweiz regeln das unterschiedlich. Für deinen konkreten Fall lass dich steuerlich und rechtlich beraten.

Häufige Fragen

Was passiert mit Krypto, wenn niemand die Seed-Phrase kennt?

Kennt niemand die Seed-Phrase oder das Wallet-Passwort, sind die Coins endgültig verloren – niemand kann sie wiederherstellen, auch keine Behörde und kein Anbieter. Bei selbstverwahrten Wallets gibt es keine zentrale Stelle, die den Zugang zurücksetzt. Deshalb ist es entscheidend, den Zugang zu Lebzeiten so vorzubereiten, dass deine Erben ihn im Ernstfall finden.

Wie kann ich Bitcoin sicher vererben?

Hinterlege die Seed-Phrase oder den Wallet-Zugang versiegelt an einem geschützten Ort – etwa in einem Tresor oder Bankschließfach – und sorge dafür, dass deine Erben wissen, dass es ihn gibt und wo er liegt. Die Seed-Phrase selbst sollte niemals offen, per E-Mail oder in einer ungeschützten Datei herumliegen. So bleibt der Zugang im Notfall auffindbar, ohne zu Lebzeiten gefährdet zu sein.

Gehören Krypto-Zugänge ins Testament?

Die Coins gehören zum Nachlass und gehen rechtlich auf die Erben über. Die Seed-Phrase selbst gehört aber nicht ins Testament: Es wird oft erst Wochen nach dem Tod eröffnet und ist danach für mehrere Personen einsehbar. Verweise im Testament höchstens darauf, dass und wo der Zugang geregelt ist, und bewahre die Seed-Phrase getrennt und versiegelt auf.

Muss ich für vererbte Krypto-Assets Steuern zahlen?

Krypto-Vermögen zählt grundsätzlich zum erbschaftssteuerpflichtigen Nachlass, ähnlich wie anderes Vermögen. Wie viel anfällt, hängt vom Wohnsitzland, vom Verwandtschaftsgrad und von Freibeträgen ab – in Deutschland und der Schweiz gelten unterschiedliche Regeln. Lass dich für deinen konkreten Fall steuerlich beraten; dieser Ratgeber ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Weiterführend: Digitaler Nachlass · Passwörter vererben

Hinweis: Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung. Für verbindliche Regelungen zu Nachlass, Steuern und Vollmachten wende dich an eine Anwältin/einen Anwalt, eine Notarin/einen Notar oder eine Steuerberatung.

Krypto-Zugang ordnen, ohne den Schlüssel preiszugeben

Hinterlege in wenigen Minuten, dass und wo dein Krypto-Zugang geregelt ist – das „dass & wo", nie die Seed-Phrase. Kostenlos.

Digitaler Nachlass Kostenlos vorbereiten

Digitaler Nachlass

Vertrauen ist hier keine Floskel

Angel Reminder ist ein Angebot der DigitalMove Consultants GmbH — einem Schweizer Unternehmen. Deine Daten liegen DSGVO-konform auf Servern in Deutschland, ohne Tracking und ohne Weitergabe an Werbenetzwerke.