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Sterbeurkunde beantragen: Wo, wie und wie schnell in CH und DE

Lesezeit ca. 5 Min. · Für Angehörige

Eine Sterbeurkunde ist das amtliche Dokument, das den Tod eines Menschen offiziell bescheinigt – ausgestellt vom Standesamt (Deutschland) bzw. Zivilstandsamt (Schweiz) und nötig, um Bankkonten, Versicherungen, Renten und Verträge der verstorbenen Person zu regeln.

Kurz gesagt: So kommst du an die Sterbeurkunde.

Hinweis: Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Konkrete Zuständigkeiten, Bearbeitungszeiten und Gebühren erfährst du beim zuständigen Standes- bzw. Zivilstandsamt.

Wo du die Sterbeurkunde beantragst

Die Urkunde wird dort ausgestellt, wo der Tod eingetreten ist. In Deutschland ist das das Standesamt am Sterbeort, in der Schweiz das Zivilstandsamt der Gemeinde, in der die Person verstorben ist. Vor der Ausstellung muss der Todesfall dort beurkundet werden.

  Deutschland Schweiz
Zuständige Stelle Standesamt am Sterbeort Zivilstandsamt der Sterbegemeinde
Dokument heißt Sterbeurkunde Todesschein / Sterbeurkunde
Häufig erledigt Bestattungsinstitut auf Wunsch Bestattungsinstitut auf Wunsch

Welche Unterlagen du brauchst

Welche Dokumente verlangt werden, hängt von der Lebenssituation der verstorbenen Person ab. In der Regel gehören dazu:

Bist du unsicher, was nötig ist, ruf vorab beim Amt an oder überlass die Klärung dem Bestattungsinstitut.

Mehrere beglaubigte Exemplare bestellen

Das ist der wichtigste praktische Tipp: Bestelle die Sterbeurkunde gleich in mehreren beglaubigten Originalen. Viele Stellen verlangen ein eigenes Exemplar und akzeptieren keine einfache Kopie – etwa Banken für die Konten, Versicherungen für Auszahlungen, die Rentenkasse, das Nachlassgericht, Vermieter und Vertragspartner. Wer zu wenige bestellt, muss später einzeln nachordern und verliert Zeit. Eine gute Vorab-Übersicht, welche Konten und Verträge es überhaupt gibt, zeigt dir schnell, wie viele Exemplare realistisch nötig sind.

Wie lange es dauert

Sobald der Todesfall beurkundet ist und alle Unterlagen vollständig vorliegen, wird die Urkunde üblicherweise zügig erstellt. Die genaue Dauer hängt von der Auslastung des Amtes und davon ab, ob Dokumente fehlen. Verbindliche Bearbeitungszeiten und Gebühren nennt dir nur das zuständige Amt – verlass dich nicht auf Pauschalangaben.

Das Bestattungsinstitut hilft

In der Praxis übernimmt das beauftragte Bestattungsinstitut die Beurkundung und das Beantragen der Sterbeurkunde häufig mit. Das nimmt dir in einer schweren Zeit einen Behördengang ab. Sprich beim ersten Gespräch direkt an, wie viele Exemplare du brauchst. Welche weiteren Schritte nach einem Todesfall anstehen, fasst unser Ratgeber „Was tun, wenn jemand stirbt" zusammen.

Häufige Fragen

Wo beantragt man eine Sterbeurkunde?

In Deutschland stellt das Standesamt am Sterbeort die Sterbeurkunde aus, in der Schweiz das Zivilstandsamt der Gemeinde, in der die Person verstorben ist. Zuvor muss der Todesfall dort beurkundet werden. In der Praxis übernimmt das Bestattungsinstitut diesen Behördengang oft mit, wenn du es beauftragst.

Welche Unterlagen braucht man für die Sterbeurkunde?

Üblicherweise die ärztliche Todesbescheinigung, den Ausweis oder Pass der verstorbenen Person sowie Personenstands-Nachweise wie Geburtsurkunde und, falls vorhanden, Heiratsurkunde oder Scheidungsurteil. Was genau verlangt wird, hängt von der Lebenssituation ab – frage beim zuständigen Amt oder beim Bestattungsinstitut nach.

Wie viele Exemplare der Sterbeurkunde braucht man?

Plane mehrere beglaubigte Exemplare ein, weil viele Stellen ein eigenes Original verlangen: Banken, Versicherungen, Rentenkasse, Nachlassgericht, Vermieter und Vertragspartner. Bestelle die Urkunde lieber gleich in ausreichender Stückzahl, damit du nicht für jeden Vorgang einzeln nachordern musst.

Wie schnell bekommt man eine Sterbeurkunde?

Sobald der Todesfall beurkundet ist und alle Unterlagen vorliegen, wird die Urkunde meist zügig ausgestellt. Wie lange es konkret dauert, hängt von der Auslastung des Amtes und der Vollständigkeit der Dokumente ab. Verbindliche Bearbeitungszeiten und Gebühren nennt dir das zuständige Standes- oder Zivilstandsamt.

Weiterführend: Behördengänge nach einem Todesfall – die wichtigsten Stellen

Vorbereiten, was später entlastet

Eine klare Übersicht über Konten, Verträge und Ansprechpartner erspart deinen Angehörigen viel Suchen – kostenlos und ohne Passwörter.

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