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Was tun, wenn jemand stirbt? Eine ruhige Checkliste
Kurz gesagt: Atme erst durch. Nur wenige Dinge sind wirklich eilig – ein Arzt muss den Tod feststellen, und innerhalb weniger Tage braucht es ein Bestattungsunternehmen und das Standesamt für die Sterbeurkunde. Alles Weitere – Konten, Verträge, Versicherungen – hat Zeit. Diese Liste hilft dir, den Überblick zu behalten.
In den ersten Stunden
- Tod feststellen lassen. Bei einem Todesfall zu Hause rufst du eine Ärztin oder einen Arzt (bzw. den ärztlichen Bereitschaftsdienst). Sie stellen den Tod fest und stellen die Todesbescheinigung aus – das wichtigste erste Dokument.
- Niemand muss allein sein. Hol dir Unterstützung: eine vertraute Person, Seelsorge oder eine Hospiz-/Trauerberatung. Du musst nichts überstürzen.
- Wichtige Dokumente suchen, sobald du dazu in der Lage bist: Ausweis, Geburts-/Heiratsurkunde, ggf. ein bestehender Bestattungsvorsorge-Vertrag und Versicherungsunterlagen.
In den ersten Tagen
- Bestattungsunternehmen kontaktieren. Es übernimmt die Überführung und unterstützt bei vielen Formalitäten – auch bei der Anmeldung beim Standesamt.
- Sterbeurkunde beantragen (in der Regel über das Standesamt am Sterbeort). Beantrage gleich mehrere beglaubigte Exemplare – Banken, Versicherungen und Behörden verlangen oft eigene.
- Letzte Wünsche prüfen. Gibt es ein Testament, eine Bestattungsverfügung oder hinterlegte Wünsche? Diese sollten vor der Bestattung bekannt sein.
- Nahestehende informieren und – wo nötig – Arbeitgeber der verstorbenen Person.
In den ersten Wochen
Jetzt geht es darum, laufende Verpflichtungen zu ordnen, damit zum Beispiel keine Abbuchungen ins Leere laufen.
- Banken & Konten informieren. Daueraufträge und Lastschriften prüfen. Wichtig: Vollmachten und Erbnachweis regeln, bevor Konten bewegt werden.
- Laufende Verträge & Abos kündigen: Strom, Telefon/Internet, Streaming, Mitgliedschaften, Zeitungen. Viele lassen sich im Todesfall außerordentlich kündigen.
- Versicherungen melden: Lebens-, Unfall-, Renten- und Sterbegeldversicherungen. Hier können Fristen gelten – früh nachfragen.
- Renten- und Sozialträger benachrichtigen.
- Digitale Konten nicht vergessen: E-Mail, soziale Netzwerke, Cloud-Speicher. Wie du dabei vorgehst, liest du im Ratgeber Digitaler Nachlass.
Warum eine vorbereitete Übersicht so viel wert ist
Das Schwierigste für Hinterbliebene ist selten ein einzelnes Formular – es ist die Frage „Wo fange ich überhaupt an? Was gibt es alles?". Wenn jemand zu Lebzeiten festgehalten hat, welche Konten, Verträge und Abos existieren, wird aus einer überwältigenden Suche eine abarbeitbare Liste.
Genau dafür gibt es Angel Reminder: ein Inventar „wo liegt was" – ohne Passwörter, das im Ernstfall an die richtigen Menschen zugestellt wird.
Dir selbst diese Last ersparen?
Hinterlege heute, wo bei dir was liegt – damit deine Liebenden später nicht suchen müssen.
Angel Reminder